Nachhaltigkeit – Nicht nur ein Lippenbekenntnis

Atoll Achensee im Winter ©Atoll Achensee

Nachhaltigkeit ist für Hotels und Betriebe am Achensee ein Thema und das nicht erst, seit es Fridays-for-Future gibt. Beispielsweise im Atoll Achensee.

Das Atoll Achensee vereint Schwimmbad, Spa, Fitnesscenter, Kletterhalle und Restaurant auf 6.500 Quadratmetern unter einem Dach. Und speziell der Bad- und Spa-Bereich verbraucht naturgemäß viel Energie. Die kommt am Achensee nicht aus fossilen Brennstoffen, sondern wird aus einem Tiefenbrunnen über vier Wärmepumpen gewonnen, erzählt Betriebsleiterin Anna Schwaninger: Das Atoll Achensee wurde 2018 eröffnet und ist nach einem innovativen und nachhaltigen Konzept gebaut. Derzeit ist es eigentlich einzigartig. Die Lüftung, die Raum- und Wasserheizung erfolgen durch das Grundwasser der Gemeinde Eben.“ Das verwendete Wasser wird ohne Verluste wieder in den Achensee zurückgepumpt.

Neben dem Heizen wird auch in allen anderen Bereichen des täglichen Betriebes großer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt: In den Küchen und Kühlzellen erfolgt eine Wärmerückgewinnung, das Wasser in den Duschen wird „portioniert“, um es nicht nutzlos zu verschwenden, Lichtsteuerungen helfen beim Stromsparen, in den Toiletten wurde auf Papierspender verzichtet. Auch dem Müll, der in einem derartig großen Betrieb unweigerlich anfällt, hat man den Kampf angesagt erzählt Anna Schwaninger: „Wir versuchen, in Zusammenarbeit mit den Lieferanten das Volumen zu reduzieren.“ So wird die notwendige Chemie für das Wasser und die Reinigung der Anlage in Mehrweggebinden gebracht. Überdies werden Chemikalien nur im unbedingt notwendigen und vorgeschriebenen Ausmaß verwendet.

Auch die Gäste werden dazu angehalten, ihren Teil zur Nachhaltigkeit beizutragen: So gibt es eine Bushaltestelle direkt vor dem Atoll Achensee, außerdem eine „Tankstelle“ für Elektroautos und 150 Fahrrad-Abstellplätze. Nichts spricht also dagegen, auf dem Drahtesel von der Unterkunft zum Schwimmvergnügen zu fahren.

Das Konzept setzt sich bei den Außenanlagen fort: Die zahlreichen Grünflächen wurden in einem Pilotprojekt mit der Landesumweltanwaltschaft so bepflanzt, dass sie mehrjährig blühen und nicht jedes Jahr neu gestaltet werden müssen. Beim Beleuchtungskonzept wurden die Kriterien der Initiative „Helle Not“ beachtet, um die Lichtverschmutzung zu minimieren. Und schließlich gibt es da noch ein etwas ungewöhnliches „Schmuckstück“ an Upcycling, Ein alter Achenseedampfer, die St. Benedikt, wurde nicht verschrottet, sondern zum Spielplatz umgewandelt, der sehr viele Kinderherzen erfreut.“